Lehrver­anstaltung

STE - Steuerungstechnik


PDF Lehrveranstaltungsverzeichnis English Version: STE

Version: 3 | Letzte Änderung: 30.09.2019 14:20 | Entwurf: 0 | Status: vom verantwortlichen Dozent freigegeben

Langname Steuerungstechnik
Anerkennende LModule STE_BaET
Verantwortlich
Prof. Dr. Stefan Kreiser
Professor Fakultät IME
Niveau Bachelor
Semester im Jahr Wintersemester
Dauer Semester
Stunden im Selbststudium 78
ECTS 5
Dozenten
Prof. Dr. Stefan Kreiser
Professor Fakultät IME

Kellersohn
Voraussetzungen Grundlegende prozedurale Programmierkenntnisse
Shannon'sches Abtasttheorem
Boole'sche Algebra
Datendiskretisierung
Datenkodierung
Endliche Automaten (FSM)
Unterrichtssprache deutsch
separate Abschlussprüfung Ja
Literatur
Lauber, Göhner: Prozessautomatisierung Bd. 1 u. 2 (Springer)
John, Tiegelkamp: SPS-Progr. mit IEC 61131-3 (Springer)
Wellenreuther, Zastrow: Automatisieren m. SPS Theorie u. Praxis (Vieweg)
B. Baumgarten: Petri-Netze (Spektrum Akad.)
Priese, Wimmel: Theoretische Informatik - Petri Netze (Springer)
Abschlussprüfung
Details
Mündliche Prüfung nach schriftlicher Vorbereitung.
Anhand einer realitätsnahen automatisierungstechnischen Aufgabenstellung angemessener Komplexität entwickeln die Studierenden ein geeignetes Modell für ein nebenläufiges ereignisdiskretes Steuerungssystem. Sie begründen die essenziellen Strukturen ihres Modells unter Bezugnahme auf typische automatisierungstechnische System-, Entwicklungs- und Wartungsanforderungen sowie aufgabenspezifische Vorgaben und weisen nach, dass das das Modell das geforderte Verhalten und die geforderte Qualität zeigt, auf einem Steuerungsgerät implementierbar und dann als Steuerungssystem für die gegebene automatisierungstechnische Aufgabenstellung einsetzbar ist.
Mindeststandard
- Studierende extrahieren die wesentlichen relevanten Informationen und Lösungseinschränkúngen aus der Aufgabenspezifikation und entwerfen ein begründetes, steuerungstechnisch interpretiertes Petri-Netz-Modell der Steuerung unter Berücksichtigung essenzieller automatisierungstechnischer Qualitätskriterien.
- Studierende sind fähig, wesentliche Modellausschnitte im Gedankenexperiment zu simulieren und damit nachzuweisen, dass das betrachtete Modell spezielle, geforderte Verhaltensanteile realisiert.
- Studierende sind fähig, ein angemessenes Implementierungskonzept für ihr spezifisches Modell auf einem industriellen Steuerungsgerät in seinen wesentlichen Strukturen und Eigenschaften zu beschreiben und zu begründen. Dabei zeigen sie, wie die einzelnen Modellelemente und Strukturen auf das Implementierungskonzept abgebildet werden.
Prüfungstyp
Mündliche Prüfung nach schriftlicher Vorbereitung.
Anhand einer realitätsnahen automatisierungstechnischen Aufgabenstellung angemessener Komplexität entwickeln die Studierenden ein geeignetes Modell für ein nebenläufiges ereignisdiskretes Steuerungssystem. Sie begründen die essenziellen Strukturen ihres Modells unter Bezugnahme auf typische automatisierungstechnische System-, Entwicklungs- und Wartungsanforderungen sowie aufgabenspezifische Vorgaben und weisen nach, dass das das Modell das geforderte Verhalten und die geforderte Qualität zeigt, auf einem Steuerungsgerät implementierbar und dann als Steuerungssystem für die gegebene automatisierungstechnische Aufgabenstellung einsetzbar ist.

Lernziele

Kenntnisse
Modellbildung
Strukturierung
Systemgrenzen
Systemzerlegung
Schnittstellen
Systemfunktionen
Verhaltensmodellierung
Statecharts (SC)
hybride Netze
Nebenläufigkeit
Hierarchie und Historie
Aktionskonzept
Petrinetze (PN)
S/T-Netze
Netzelemente
Netzmatrix
Vorbereichsmatrix
Nachbereichsmatrix
B/E-Netze
Verhaltensanalyse
Schaltsequenzen
E-Graph
Überdeckungsgraph
Invarianten
Verhaltensbewertung
Lebendigkeit
Reversibilität
Beschränktheit
Determiniertheit
Steuerungstechnisch Interpretierte Petrinetze (SIPN)
Modellierungsmuster
Komplementstelle / Reservierung
Kanten
Test
Inhibitor
Event
Hierarchie
zeitbehaftete Transitionen
Transitionsunternetze
Stellenunternetze
Seiten
variables Kantengewicht
Steuerungssysteme
Signalverarbeitung
Echtzeit
Arten
Herkunft von Zeitbedingungen
Diskretisierung
Wert
Zeit
Sensorik
Signaltechnischer Aufbau Sensorsysteme
Kalibrierung
Aktorik
Signaltechnischer Aufbau Aktorsysteme
Steuerungsgeräte
IPC
Programmorganisation
Ressourcen
RTOS
Tasks und Threads
Scheduling
Gerätebeispiele
µC-Boards
Prozessrechner
PAC
RTU
SPS
EN61131
Konfiguration
Ressourcen
zyklische Tasks
EA-Variable
Programmorganisation
POE
Datentypen
Funktionsbausteine
Programmiersprachen
vergleichende Übersicht
prozedural (ST)
grafische Sprachen (FB)
musterbasierte Implementierung von SIPN auf SPS
Gerätebeispiele
verteilte Automatisierungssysteme
Kommunikation
Strukturen
Stern
Bus
Ring
Redundanz
Verfahren
Shared Memory
Message Passing
asynchron
synchron
Rendezvous
Futures
OSI-Modell
Protokollschichten
MAC-Verfahren
deterministisch
nicht deterministisch
Feldbusse
Industrie (EN61158)
Interbus
Profibus
Profinet
Automotive
CAN
Flexray
Netze
Protokollschichten
IEEE802
IP
Transportprotokolle
UDP
TCP
SCTP
Industrial Ethernet
Hardware
QoS
Redundanz (RSTP)
Virtuelle Netze (VLAN)
Leitsysteme
EN 61499
Architektur
Programmierung
Sicherheit
Gerätesicherheit
Netzwerksicherheit
MES und ERP
Stückgutverfolgung
Automatische Objektidentifikation (AutoID)
Objekthistorie
Protokolle

Fertigkeiten
Verhalten ereignisdiskreter Systeme modellieren
Systemverhalten aus Texten verstehen
technische Textabschnitte vollständig erfassen
implizite Angaben erkennen und verstehen
fehlende Angaben erkennen und ableiten bzw. erfragen
als State Chart (SC) modellieren
FSM als Spezialfall erkennen
Steuerungstechnisch Interpretiertes Netz
als Petrinetz modellieren
BE-Netz
ST-Netz
Syntax beherrschen
Muster und Makros erkennen und zielführend anwenden
hierarchisches Netz
tiefe Hierarchien verwenden
flache Hierarchie verwenden
Steuerungstechnisch Interpretiertes Netz
Petrinetz-Entwicklungswerkzeug verstehen und zielgerichtet einsetzen
Modelle verifizieren
Bewertungskriterien definieren
Äquivalenz
Vollständigkeit
Determiniertheit
Lebendigkeit
Reversibilität
Beschränktheit
Einhalten von Modellierungsvorgaben

Testfälle definieren
statische Reviews durchführen und dokumentieren
Selbst
mit Peer
grafische Analyse
(mathematische Analyse)
dynamische Tests im Simulator durchführen
Modelle anhand der Testergebnisse korrigieren und optimieren
Steuerungssysteme entwerfen
Echtzeit
Echtzeitbedingungen ableiten
geeignete Steuerungsgeräte auswählen
geeignete Bussysteme auswählen
Echtzeitfähigkeit von Steuerungssystemen nachweisen
SPS in ST programmieren (EN61131-3)
Syntax beherrschen
Funktionsbausteine einsetzen
Implementierungsmuster für SIPN herleiten und nutzen
Codegenerator für SIPN konzipieren
für B/E-Netze
für S/T-Netze
Kontrollfluss in Leitsystemen nach EN61499 modellieren
Aufwand Präsenzlehre
Typ Präsenzzeit (h/Wo.)
Vorlesung 2
Übungen (ganzer Kurs) 1
Übungen (geteilter Kurs) 0
Tutorium (freiwillig) 1
Besondere Literatur
keine/none
Besondere Voraussetzungen
keine
Begleitmaterial
digitale Vortragsfolien zur Vorlesung
digitale Übungsaufgabensammlung
Entwicklungswerkzeuge für Petrinetzentwurf
digitale Tutorials für Selbststudium
Themenscripte
Hilfsblätter
Videos
Separate Prüfung
keine

Lernziele

Fertigkeiten
Steuerung programmieren
kommerzielles SPS-Entwicklungswerkzeug verstehen und zielgerichtet einsetzen
wesentliche Eigenschaften einer SPS konfigurieren
Programmiersprache ST beherrschen
synchrones Message Passing anwenden
Funktionsbausteine in der Programmierung anwenden
Simulator für Zielsystem im Zusammenspiel mit SPS-Entwicklungswerkzeug nutzen
komplexe Aufgaben im Team bewältigen
einfache Projekte planen und steuern
Absprachen und Termine einhalten
Reviews planen und durchführen
Realweltsysteme modellieren
System analysieren
umfangreiche technische Texte erfassen und zielgerichtet auswerten
Außenschnittstellen erkennen und korrekt nutzen
System strukturieren
sinnvolle Teilsysteme definieren
Teilsystemfunktionen definieren
Schnittstellen definieren
Modell der Steuerung entwerfen
hierarchisches Steuerungsmodell konzipieren
Teilsystemsteuerungen als SIPN modellieren
Teilsystemsteuerungen prüfen
Funktion im Petrinetzsimulator testen
im Peer-Review verifizieren, bewerten und freigeben
Teilsystemsteuerungen integrieren
Gesamtmodell der Steuerung im Simulator verifizieren
Steuerungsprogramm für SPS entwerfen
SPS konfigurieren
zyklische Tasks definieren
vordefinierte EA-Variablen nutzen
vordefinierte Bedienoberfläche nutzen
Modelltransformationen anwenden
Modelle der Teilsystemsteuerungen musterbasiert auf SPS implementieren
hierarchische Gesamtsystemsteuerung integrieren
Implementierung verifizieren
Teilsystemtest am Emulator für Zielsystem
Integrationstest am Emulator für Zielsystem
Steuerung am Zielsystem in Betrieb nehmen
Aufwand Präsenzlehre
Typ Präsenzzeit (h/Wo.)
Projekt 1
Tutorium (freiwillig) 0
Besondere Literatur
keine/none
Besondere Voraussetzungen
keine
Begleitmaterial
digital vorgegebene Projektaufgabe (Lastenheft)
Entwicklungswerkzeuge für Petrinetzentwurf und SPS-Programmierung
Tutorials (Script, Video)
Zielsystem
Emulator für Zielsystem
Programmgerüst für SPS
Separate Prüfung
Prüfungstyp
Projektaufgabe im Team bearbeiten (z.B. im Praktikum)
Details
3 Präsenztermine je 4h je Projektgruppe, Abschlusspräsentation
Mindeststandard
Finden sinnvoller Systemgrenzen und Modellierung eines hierarchischen Gesamtsystems und der konzipierten Teilsysteme.
Implementierung der Steuerung auf einem professionellen Steuerungsgerät

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